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Artikel deklinieren: der, den, dem, des in allen vier Fällen

Wie sich der, die, das und ein, eine im Akkusativ, Dativ und Genitiv verändern – mit Tabellen, Faustregeln und wann welcher Fall steht.

Der Artikel zeigt nicht nur das Genus, sondern auch den Fall. Aus der wird je nach Satz den, dem oder des. Die gute Nachricht: Das Muster ist für alle Artikelwörter fast gleich – wer die Tabelle für der, die, das kann, kann auch ein, kein und mein.

Die Artikel in allen vier Fällen

Bestimmter Artikel
maskulinfemininsächlichPlural
Nominativ derdiedasdie
Akkusativ dendiedasdie
Dativ demderdemden
Genitiv desderdesder
Unbestimmter Artikel
maskulinfemininsächlichPlural
Nominativ eineineein–
Akkusativ eineneineein–
Dativ einemeinereinem–
Genitiv eineseinereines–
Verneinung mit kein
maskulinfemininsächlichPlural
Nominativ keinkeinekeinkeine
Akkusativ keinenkeinekeinkeine
Dativ keinemkeinerkeinemkeinen
Genitiv keineskeinerkeineskeiner

Hervorgehoben: alles, was sich gegenüber dem Nominativ ändert. Mein, dein, sein, ihr, unser und euer folgen dem Muster von kein.

Fünf Faustregeln

  1. Im Akkusativ ändert sich nur das Maskulinum: der → den, ein → einen. Ich sehe den Hund, aber die Katze und das Pferd.
  2. Feminin und Plural sehen im Nominativ und Akkusativ gleich aus: die Frau, die Kinder – in beiden Fällen.
  3. Dativ Plural: den + Nomen mit -n. Mit den Kindern, mit den Freunden – außer der Plural endet schon auf -n oder -s: mit den Frauen, mit den Autos.
  4. Genitiv maskulin und sächlich: des + Nomen mit -s oder -es. Das Auto des Lehrers, das Ende des Tages.
  5. Schwache Maskulina enden außer im Nominativ Singular auf -n oder -en: der Student, den Studenten, dem Studenten, des Studenten. Ebenso der Mensch, der Junge, der Kunde und der Name (des Namens).

Wann welcher Fall?

Nominativ – Wer oder was?

Das Subjekt des Satzes, und nach sein, werden und bleiben: Der Zug kommt. Das ist der Bahnhof.

Akkusativ – Wen oder was?

Das direkte Objekt: Ich kaufe den Kaffee. Immer nach durch, für, gegen, ohne, um: für den Freund, ohne einen Schirm.

Dativ – Wem?

Das indirekte Objekt, oft eine Person: Ich gebe dem Kind das Buch. Immer nach aus, bei, mit, nach, seit, von, zu: mit dem Zug, zu der Schule (zur Schule).

Genitiv – Wessen?

Besitz und Zugehörigkeit: das Haus des Nachbarn. Nach wegen, trotz, während – in der gesprochenen Sprache steht dort oft der Dativ.

Wechselpräpositionen: Wohin oder wo?

An, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen stehen mit dem Akkusativ bei einer Bewegung (wohin?) und mit dem Dativ bei einem Ort (wo?): Ich lege das Buch auf den Tisch. Das Buch liegt auf dem Tisch.

Warum der Artikel so wichtig ist

Jede Form in der Tabelle hängt am Genus. Wer nicht weiß, dass es der Tisch heißt, kann auch nicht auf den Tisch oder auf dem Tisch sagen. Deshalb lohnt es sich, jedes Nomen gleich mit seinem Artikel zu lernen.