Bedeutung
[1] männliches Kind
[2] umgangssprachlich: junger Mann; der Plural Jungen / Jungens steht manchmal auch für Mannschaft (s. unten)
[3] veraltend: Kurzform für Lehrjunge
[4] landschaftlich: Bube im Kartenspiel
Beispiele
[1] Das Kind, das Ellen bekommt, wird ein Junge. Die Hebamme rief: „Es ist ein Junge." Ein kleiner Junge spielt mit dem Ball. „Jungs, kommt mal alle her!“
[1] „Zwei Jahre lang sah sie blaß und düster aus, aber seitdem sie die beiden Jungens und das Mädchen hat, ist sie wieder die schöne Frau von vordem und blüht wie eine Rose.“
[1] „Als Junge war ich mal im Zirkus.“
[1] „Der Schotte McDonald brachte seinen beiden Jungen einen Luftballon vom Jahrmarkt mit.“
[2] Ihr Sohn ist ein netter Junge. „Na, mein Junge, wie geht es dir?“
[2] „Die Jungens von der gegnerischen Mannschaft riefen mich »Itzig«, sagten, ich hätte den Fußball verhext, fragten mich, ob mein Vater, der Chaim Finkelstein, auch ins Waschbecken pinkelte wie der Stiefvater meines Freundes Max Schulz, ob er seiner Frau auch den Hintern versohle, und wenn nicht, warum nicht?“
[2] „So schickte man den Jungen hin und her.“
[3] Der Bäcker schickt seinen Jungen mit den Kuchen zu uns.
[4] Theodor hat natürlich gleich am Anfang schon mit dem höchsten Jungen gestochen.
Grammatikhinweis
Im süddeutschen Sprachraum unüblich, stattdessen wird dort das Wort „Bub“ gebraucht.
Deklination
| 1 | Singular | Plural 1 | Plural 2 | Plural 3 |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der Junge | die Jungen | die Jungs | die Jungens |
| Genitiv | des Jungen | der Jungen | der Jungs | der Jungens |
| Dativ | dem Jungen | den Jungen | den Jungs | den Jungens |
| Akkusativ | den Jungen | die Jungen | die Jungs | die Jungens |
Bedeutung
[1] deutschsprachiger Nachname, Familienname
Beispiele
[1] Herr Junge wollte uns kein Interview geben.
[1] Die Junges fliegen heute nach Südafrika.
[1] Der Junge trägt nie die Pullover, die die Junge ihm strickt.
Grammatikhinweis
Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Junge“ – für männliche Einzelpersonen, die „Junge“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Junge“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Junge“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.
Deklination
| 1 | Singular m | Singular f | Plural 1 | Plural 2 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der Junge (Junge) | die Junge (Junge) | die Junges | die Junge | ||
| Genitiv | des Junge des Junges Junges | der Junge (Junge) | der Junges | der Junge | ||
| Dativ | dem Junge (Junge) | der Junge (Junge) | den Junges | den Junge | ||
| Akkusativ | den Junge (Junge) | die Junge (Junge) | die Junges | die Junge | ||
| siehe auch: Grammatik der deutschen Namen | ||||||
Aussprache
Im Kontext
Die Wörterbuchdaten enthalten Inhalte aus dem Wiktionary. Wiktionary