Bedeutung
[1] Tüte, in der sich Überraschungen wie Süßigkeiten oder kleine Spielzeuge befinden
[2] übertragen: etwas, das Überraschungen birgt
Beispiele
[1] „Als ich meinen Groschen auf den Ladentisch legte und von Kaufmann Sumpf eine Wundertüte erheischte, sagte er patzig: „Kost jetz zwanzig Fennje, wir ham nämlich Kriech.““
[1] „Die Inhalte der Wundertüten sind meist unscheinbar, enthalten häufig zumindest eine Süßigkeit und wecken stets den Wunsch nach einer weiteren Überraschung.“
[2] „Das Zitat illustriert sehr sprechend das Problem: „Identität“ ist eine semantische Wundertüte, eine selbsterklärende Worthülse, die keiner weiteren Klärung zu bedürfen scheint. Dies führt häufig zu Missverständnissen, […].“
[2] „Das Bosco ist längst zur großen Wundertüte geworden.“
[2] „Darüber streiten sich die Experten, denn die ‚Equipe Tricolore‘ ist die Wundertüte dieser Fußball-EM.“
[2] „Eine Wundertüte von Programmideen und (zumindest im ORF) neuen Formaten, von der österreichischen Antwort auf Frank Plasbergs ‚Hart aber fair‘, einem monothematischen Wochenmagazin, Ranking- und Talenteshow, Samstagabendsport bis zu weiteren Wiederbelebungsversuchen von ‚Musikantenstadl‘ bis ‚Club 2.‘“
[2] „Dafür ist der Infotainment-Baukasten des Volkswagen-Konzerns zuständig, und Škoda hat tief in diese technische Wundertüte hineingegriffen.“
[2] Der menschliche Enddarm ist so etwas wie eine Wundertüte. Deshalb müssen wir hier zuweilen etwas genauer hinschauen.
[2] „Was sind die Festspiele an der Côte d'Azur anderes als eine bunte Wundertüte des Kinos?“
[2] „»Man geht hier jeden Tag hin, und der Tag ist wie eine Wundertüte. Das macht den Job sehr spannend, aber auch sehr herausfordernd.«“
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Wundertüte | die Wundertüten |
| Genitiv | der Wundertüte | der Wundertüten |
| Dativ | der Wundertüte | den Wundertüten |
| Akkusativ | die Wundertüte | die Wundertüten |
Aussprache
Im Kontext
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