Bedeutung
[1] Überzeugung, dass man vertrauen kann, sich verlassen kann
[2] veraltet: Nachlass, Hinterlassenschaft
Beispiele
[1] „Er war ein alter Freund, insbesondere in den ersten Monaten des Studiums auch ein Vertrauter, auf ihn war Verlass, stets Verlass, bis heute, sie war nicht umsonst hier, bei ihm.“
[1] Auf die Bahn ist Verlass.
[2] „Für die Pupillin Anna Knar, welche aus dem Verlasse nach Cäcilia Höfler 50 fl. zu bekommen hatte, wurden über Einmahnung des Verlaßschuldners Mathias Schirmhofer von diesem […] 51 f. 45 kr. bezahlt.“ (1867)
[3] „Darüber beschweren sich die übrigen Meister; doch der Rat entscheidet am 6. August 1527, dass es bei dem vorigen Verlass bleibt.“
Grammatikhinweis
Zu den veralteten Bedeutungen gab es auch eine Pluralform und die Dativsingular Form mit -e.
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Verlass | — |
| Genitiv | des Verlasses | — |
| Dativ | dem Verlass | — |
| Akkusativ | den Verlass | — |
Aussprache
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