Bedeutung
[1] angstbesetztes Empfinden, das meist durch eigenes und von anderen beobachtbares Fehlverhalten ausgelöst wird, durch das man deren Achtung zu verlieren droht
Beispiele
[1] Als alle mich nackt sehen konnten, war meine Scham groß.
[1] Vor Scham errötete er tief.
[1] „Die Folterknechte dürfen sich über alle Gebote der Scham und alle Bestimmungen des weltlichen und kirchlichen Rechts hinwegsetzen.“
[1] „Diese Scham überfiel sie plötzlich, durchdrang ihre Gesten, verschattete ihre Schönheit und machte ihre Augen stumpf.“
[1] „Das Gefühl übermannte mich; doch ich empfand eher Scham als Rührung.“
[2] Bedecke deine Scham!
[2] „Ein eiserner Handlauf hatte sich in die Hüfte gebohrt und war bei ihrer Scham wieder aus dem Körper herausgetreten.“
[2] „Bis auf die türkis geäderten Brüste, die leicht gebräunten Schultern und Schenkel war ihr Körper vom Wasser umspült, und träge seifte sie ihre Scham ein.“
[2] „Sie öffnete ihre Scham, als ziehe sie einen Vorhang beiseite; der arme Betrachter geriet in stärkste Bedrängnis.“
[2] „Simen Tjing betrachtete und betastete seine Partnerin: weich und zart war ihre Haut, dicht und fest standen die Haare um ihre Scham.“
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Scham | — |
| Genitiv | der Scham | — |
| Dativ | der Scham | — |
| Akkusativ | die Scham | — |
Aussprache
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