Bedeutung 1
dasdie

Bedeutung

[1] veraltet: hinreichende Menge, hinreichendes Maß

[2] veraltet: Leistung als Ausgleich für ein zugefügtes Unrecht

[3] veraltet: innere Befriedigung

[4] veraltet: dasjenige, was einem Lust, Vergnügen bereitet

Beispiele

[1] „Hier hat das Jahrhundert keine Scropheln mehr, keine krummen Beine, ißt keine Kartoffeln, hungert nicht und ſiecht; ſondern jetzt haben ſie alle die Genüge und Fülle an himmliſcher Koſt und glänzen wie die Auserwählten des Herrn, die auf weißen Streitroſſen in goldner Rüſtung zum Kampfe mit den Mächten der Finſterniß ziehen!“

[2] „Weil es ſich um arme, aber ehrbare Leute handelt, die nicht in der Lage ſind, ſelbst das Recht in allen Inſtanzen durchzufechten, gilt es, durch dieſen Appell an das öffentliche Gewiſſen der ſchlafenden Gerechtigkeit Genüge zu verſchaffen.“

Weitere Quellenbeispiele (3)

Die Quellenbeispiele können historische und seltene Verwendungen enthalten.

[3] „Hier in meinem Elend iſt’s der Tagesſchimmer, den ich ſehe, das körperliche Leben, was ich in dieſer und jener Wendung oder Regung einmal empfinde, das Genüge ‚Du bekommſt etwas zu eſſen‘ — oder ‚Du wirſt Dich beſcheiden lernen‘ dieſe Freudenatome halten auch mich am Leben.“

[3] „Gerade die Strafe aber muß der Genugthuung den Platz räumen, die wiederum nicht darauf abzielen kann, dem Rechte oder der Gerechtigkeit genug zu thun, ſondern Uns ein Genüge zu verſchaffen.“

[4] „[…]; er fand mit dem Inſtinkt des geborenen Lebemannes den Weg zu eleganten Salons und verſchwiegenen Boudoirs, wo jene mit blonden Buͤrgermaͤdchen ſchwaͤrmten oder bei kreiſchenden Proſtituierten ihr Genuͤge ſuchten.“

Deklination

1 Singular 1 Singular 2 Plural
Nominativ das Genüge die Genüge —
Genitiv des Genüges der Genüge —
Dativ dem Genüge der Genüge —
Akkusativ das Genüge die Genüge —

Aussprache

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