Warum heißt es der Wille?
Wille endet auf -e. Die meisten Nomen mit dieser Endung sind feminin (79 % haben die), Wille ist aber eine Ausnahme: der Wille.
Die anderen Ausnahmen auf -eBedeutung
[1] ein alle Handlungen bestimmendes Streben
Beispiele
[1] Er hat einen starken Willen.
[1] Es ist im tiefsten Interesse jedes Erblassers, dass im nachhinein geklärt wird, war sein Wille noch frei und gültig? Oder war sein Wille bestimmt durch Erkrankungen?
Weitere Quellenbeispiele (5)
Die Quellenbeispiele können historische und seltene Verwendungen enthalten.
[1] Das Problem der gemeinsamen [europäischen] Sicherheits- und Verteidigungspolitik der letzten 15 Jahre ist immer der mangelnde politische Wille gewesen [...].
[1] [Erika Steinbach:] „[...] Ein solches Ignorieren unseres Rechts wagt keine Bundesbehörde auf eigene Verantwortung. Da steht ein politischer Wille dahinter. Am Recht vorbei.“
[1] Eine Runde Sekt zur Begrüßung muss sein, bevor es offiziell losgeht - leider nur per Video, aber der gute Wille zählt.
[1] Den afrikanischen Medien fehlt also nicht der Wille, die Ursachen der Flüchtlingskrise zu hinterfragen. Es mangelt an Mitteln, Struktur, Pressefreiheit oder auch dem qualifizierten Personal.
[1] Der freie Wille ist eine Illusion. Mit dieser Aussage ritten Hirnforscher in den letzten Jahren eine schmerzliche Attacke auf das menschliche Selbstbewusstsein.
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Wille | die Willen |
| Genitiv | des Willens | der Willen |
| Dativ | dem Willen | den Willen |
| Akkusativ | den Willen | die Willen |
Aussprache
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