Warum heißt es die Selbstverständlichkeit?

Selbstverständlichkeit ist ein zusammengesetztes Nomen. Zusammensetzungen bekommen den Artikel ihres letzten Wortes: die Verständlichkeit. Deshalb heißt es die Selbstverständlichkeit.

Bedeutung 1
die

Bedeutung

[1] etwas, das ohne Zweifel für richtig gehalten wird

Beispiele

[1] „Für die Menschen aus Duderstadt, Heiligenstadt und Worbis war es gleichwohl eine Selbstverständlichkeit, zum Broterwerb in die Fremde zu ziehen, aber daheim auf dem Eichsfeld die eigenen Wurzeln zu pflegen.“

[1] „Ohnehin sei juristische Forschung, wie sie jetzt in Kooperation mit den russischen Strafrechtlern erfolgt […], keine Selbstverständlichkeit, so der Potsdamer Rechtswissenschaftler.“

Weitere Quellenbeispiele (2)

Die Quellenbeispiele können historische und seltene Verwendungen enthalten.

[1] „Bei einer bestimmten Politikergeneration ist die Korruption eine Selbstverständlichkeit, ein Privileg, ein natürliches Recht.“

[1] „Vor allem aber waren da unsere Familien, die uns klarmachten, dass unser Vorgebirgsstraßenhimmel keine Selbstverständlichkeit war.“

Deklination

1 Singular Plural
Nominativ die Selbstverständlichkeit die Selbstverständlichkeiten
Genitiv der Selbstverständlichkeit der Selbstverständlichkeiten
Dativ der Selbstverständlichkeit den Selbstverständlichkeiten
Akkusativ die Selbstverständlichkeit die Selbstverständlichkeiten

Aussprache

Die Wörterbucheinträge enthalten Material aus dem Wiktionary. Wiktionary