Bedeutung
Beispiele
[1] „Auf einer zweispurigen Asphaltstraße fahren wir durch die Wüste, immer geradeaus, schneebedeckte Gebirgsketten zu unserer Rechten, flimmernde Weite zu unserer Linken.“
[1] „Er reichte ihr das Glas mit der Linken und steckte sie dann wieder in die Jackentasche.“
[1] „Jeder hatte zu seiner Linken eine Flasche, die Weißwein oder Honigwasser enthalten konnte; ich weiß jedenfalls nicht, was es war.“
[2] Oftmals war die Linke zerstritten.
[2] „[…] Konservative und extreme Rechte identifizieren die Linke als gemeinsamen Feind.“
[3] Meine Nachbarin ist eine Linke, die keine Demo auslassen kann.
[3] „Die Frau mit dem raspelkurzen blonden Haarschnitt ist gleichzeitig bürgerliche Intellektuelle und radikale Linke, eloquent, umtriebig, selbstbewusst und mit kaum zu bremsendem Tatendrang.“
[4] Die Linke hat gleich beim ersten Mal gesessen.
[5] Zu ihrer Linken stand ihr Mann.
[5] „Das Gefühl ihrer Zerbrechlichkeit war so stark, daß sie zusammenfuhr, als eine Frau zu ihrer Linken auftauchte, die im gleichen Schritt neben ihr ging.“
Deklination
| starke Deklination ohne Artikel | ||
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | Linke | Linke |
| Genitiv | Linker | Linker |
| Dativ | Linker | Linken |
| Akkusativ | Linke | Linke |
| schwache Deklination mit bestimmtem Artikel | ||
| 1 | Singular | Plural |
| Nominativ | die Linke | die Linken |
| Genitiv | der Linken | der Linken |
| Dativ | der Linken | den Linken |
| Akkusativ | die Linke | die Linken |
| gemischte Deklination (mit Possessivpronomen, »kein«, …) | ||
| 1 | Singular | Plural |
| Nominativ | eine Linke | keine Linken |
| Genitiv | einer Linken | keiner Linken |
| Dativ | einer Linken | keinen Linken |
| Akkusativ | eine Linke | keine Linken |
Bedeutung
[1] deutschsprachiger Nachname, Familienname
Beispiele
[1] Herr Linke heiratete Frau Müller im Mai. Nun heißt er Linke und sie Müller-Linke.
[1] Linkes haben ein Faible für Irland.
[1] Der Linke schwingt gern große Reden, die Linke hält sich eher zurück.
Grammatikhinweis
Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Linke“ – für männliche Einzelpersonen, die „Linke“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Linke“ für einen Angehörigen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Linke“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.
Deklination
| 1 | Singular m | Singular f | Plural 1 | Plural 2 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der Linke (Linke) | die Linke (Linke) | die Linkes | die Linke | ||
| Genitiv | des Linke des Linkes Linkes | der Linke (Linke) | der Linkes | der Linke | ||
| Dativ | dem Linke (Linke) | der Linke (Linke) | den Linkes | den Linke | ||
| Akkusativ | den Linke (Linke) | die Linke (Linke) | die Linkes | die Linke | ||
| siehe auch: Grammatik der deutschen Namen | ||||||
Aussprache
Die Wörterbuchdaten enthalten Inhalte aus dem Wiktionary. Wiktionary