Bedeutung
[1] besitzende und gebietende Frau
[2] Anrede, veraltet: für eine höhergestellte Frau, auch im Sinne der Arbeitgeberin, Herrschaft
[3] stellvertretend für Domina
Beispiele
[1] Wie sollte sie jemals wieder Herrin über dieses Chaos werden.
[1] Die Herrin von Schloss Falkenstein lud zum Nachmittagstee.
[1] bildlich: „Die Regierung aber sei Herrin der Lage, Streiks würden zerschlagen und Streikende mit sofortiger Wirkung entlassen.“
[1] „Einige Bauern sagten, die Reiter seien Russen und würden vielleicht unangenehm werden, weil man die Herrin nicht weggelassen hätte.“
[2] Als der Kranke sich auf seinem Lager aufgerichtet hatte, schaute er sie an, und da er sie erkannte, sagte er, »Gnädige Herrin! … Bei Gott, dem Allbarmherzigen, bin ich denn in Ciechanow?
[2] „Ich merkte bald, dass ich nun neben meinem Herrn auch eine Herrin hatte.“
[2] „Diese tauchte auch bald danach auf und meldete, daß sie die Blumen an die erste und die zweite Herrin abgeliefert habe.“
[2] „Indem trat ein schwarzer Diener mit silbernen Leuchtern ein, der zugleich die Argand-Lampen anzündete und dann zur Herrin leise sprach.“
[3] Die schöne Herrin trug schwarze Strapse und eine Gummikorsage, die noch etwas mehr von ihrer schönen, gepflegten, braunen Haut sehen ließ.
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Herrin | die Herrinnen |
| Genitiv | der Herrin | der Herrinnen |
| Dativ | der Herrin | den Herrinnen |
| Akkusativ | die Herrin | die Herrinnen |
Aussprache
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