Bedeutung
[1] aus dem von den Drüsenhaaren an Blättern, Blüten und Stengeln (besonders der weiblichen Pflanzen) ausgeschiedenen harzartigen Sekret ursprünglich vor allem in Indien und im Orient (Naher Osten und Nordafrika) angebauter Sorten des Indischen Hanfs (Cannabis sativa indica) gewonnenes Mittel beziehungsweise Präparat, das bei Einnahme einen durch die im Sekret befindlichen ätherischen Öle (vor allem durch den darin enthaltenen psychoaktiven Wirkstoff Tetrahydrocannabinol) verursachten Rauschzustand bewirkt und deshalb als Ingredienz vor allem von Rauchwaren sowie Gebäck, Süßigkeiten und Getränken verwendet wird (und daher als Genussmittel, Mode- und Volksdroge zu psychischer [nicht physischer] Abhängigkeit führen und dessen Genuss sich somit als Einstiegsdroge zu stärkeren Rauschgiften auswirken kann, wodurch sich – international – eine Uneinigkeit bezüglich Tolerierung und Legalisierung des Besitzes, Konsums und Handels erklärt)
[2] übertragen selten: etwas, das den wachen Verstand so beeinträchtigt, dass kein klares Denken und Urteilen mehr möglich ist; etwas, das betäubend, einschläfernd wirkt
Beispiele
[1] Sein Konsum von Haschisch nimmt bedenkliche Ausmaße an.
[1] „Urchan machte zuerſt vom Münzrechte Gebrauch, verlegte die Reſidenz von Jeniſchehr nach Bruſſa, eroberte 1327 Nikomedien, 1350 Nicäa, dehnte ſein Gebiet bis an den Bosporus, unterwarf auf der anderen Seite den aus dem Seldſchuckenreiche hervorgegangnen Zehnfürſten von Karaſi oder Myſien, ſtiftete Moſcheen, Schulen, Armenküchen und Karawanſerais und begünſtigte Gelehrte, Dichter und heilige Derwiſche, die trotz anachoretiſcher Strenge mit Opium und dem aus Hanf bereiteten Haſchiſch ſich begeiſterten, und keineswegs zu beſchaulichem Leben, ſondern zu Thatendurſt, zu Kampf und Sieg antrieben.“
[1] „So mochten ſie wol eine Viertelſtunde lang ſchweigend neben einander geſeſſen haben, als der Baron plötzlich ſagte:
‚Sie rauchen ja nicht?‘
‚Nein.‘
‚Darf ich Ihnen eine Cigarre anbieten?‘
‚Ich danke: ich bin kein Raucher!‘
‚Das iſt wunderbar.‘
‚Weshalb?‘
Grammatikhinweis
Der Gebrauch als Maskulinum ist seltener.
Deklination
| 1 | Singular 1 | Singular 2 | Plural |
|---|---|---|---|
| Nominativ | das Haschisch | der Haschisch | — |
| Genitiv | des Haschisch des Haschischs | des Haschisch des Haschischs | — |
| Dativ | dem Haschisch | dem Haschisch | — |
| Akkusativ | das Haschisch | den Haschisch | — |
Aussprache
Im Kontext
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