Bedeutung
[1] Medizin: kleinster Krankheitserreger, der sich nur in Zellen vermehren kann
[2] Informatik: schädlicher, sich selbst durch Hilfe von Programmen verbreitender, selbst nicht lauffähiger (ausführbarer) Kode
Beispiele
[1] Er hat sich ein(en) Virus eingefangen.
[1] „Nur besonders aufdringliche Zeitgenossen zeigen, wie furchtlos sie selbst Bazillen und Viren gegenüberstehen und schütteln trotzdem – oder erst recht.“
[2] Das (Der) Virus zerstörte seine Dateien, die Arbeit der letzten drei Wochen.
[2] "John von Neumann entwickelte 1949 die Theorie der "selbstreplizierenden Automaten" und bildete damit die theoretische Basis für alle Viren. Der Begriff Virus wurde 1981 in einem Gespräch zwischen Dr. Fred Cohen und Professor Leonhard M. Adlemann das erste Mal verwendet. In seiner Doktorarbeit "Computer Viruses - Theory and Experiment" aus dem Jahr 1983 definierte Cohen erstmals die grundlegenden Funktionen von Viren. Im Jahr 1986 verbreitete ein PC-Händler mit "Brain" den ersten MS-DOS-Virus."
Grammatikhinweis
Fachsprachlich ist das grammatische Geschlecht von Virus in der medizinischen Bedeutung Neutrum. Außerhalb der Fachsprache kommt auch das maskuline Genus vor. Im Sinne von Computervirus ist das grammatische Geschlecht meistens Maskulinum.
Deklination
| 1 | Singular 1 | Singular 2 | Plural |
|---|---|---|---|
| Nominativ | das Virus | der Virus | die Viren |
| Genitiv | des Virus | des Virus | der Viren |
| Dativ | dem Virus | dem Virus | den Viren |
| Akkusativ | das Virus | den Virus | die Viren |
Aussprache
Im Kontext
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