Bedeutung
[1] gehoben: Kränkung, ungerechte Behandlung
[2] gehoben: Unannehmlichkeit
Beispiele
[1] Er versucht, des Lebens Unbill zu entfliehen.
[1] „Der Kommerzienrat blieb wirklich im ersten Augenblick sprachlos vor Schreck, denn der Gedanke, trotz aller erlittenen Unbill, war ihm noch zu neu, sich mitten in der Welt, wie er ging und stand und allein auf sich selber angewiesen zu wissen.“
[1] „Einmal band er sich eine Woche lang den Arm auf den Rücken, um sich mit Unbill und Schmerz vertraut zu machen.“
[1] „Sie werden mir vergeben, himmlisches Weib, oder ich selber räche Sie für die Unbill, die ich Ihnen angetan habe.“
[2] „Jetzt aber, 1940, droht ihm Unbill.“
Grammatikhinweis
Das Wort wird heute meist im Femininum genutzt, laut Duden online seien Maskulinum und Neutrum veraltet beziehungsweise nur regional in Österreich gebräuchlich. Das Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm gibt noch alle drei Genera an.
Deklination
| 1 | Singular 1 | Singular 2 | Singular 3 | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | die Unbill | der Unbill | das Unbill | — |
| Genitiv | der Unbill | des Unbills | des Unbills | — |
| Dativ | der Unbill | dem Unbill | dem Unbill | — |
| Akkusativ | die Unbill | den Unbill | das Unbill | — |
Aussprache
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