Warum heißt es das Plädoyer?

Plädoyer endet auf -er. Die meisten Nomen mit dieser Endung sind maskulin (86 % haben der), Plädoyer ist aber eine Ausnahme: das Plädoyer.

Die anderen Ausnahmen auf -er
Bedeutung 1
das

Bedeutung

[1] Rechtssprache: zusammenfassende Rede vor Gericht, die von Rechtsanwälten und Staatsanwälten gehalten wird

[2] bildungssprachlich: ausführlicher Appell, mit dem jemand etwas entschieden befürwortet oder ablehnt

Beispiele

[1] „Im Prozess um den Mord an der Schülerin Sonja vor 22 Jahren wird am Freitag das Plädoyer der Verteidigung vor dem Landgericht Stade erwartet.“

[1] Im Plädoyer beweist der Staatsanwalt die Schuld des Angeklagten und weist darauf hin, daß eine Bestrafung für die begangene Straftat unabwendbar ist.

Weitere Quellenbeispiele (4)

Die Quellenbeispiele können historische und seltene Verwendungen enthalten.

[1] „Seine millionenschweren Manipulationen werteten die Staatsanwälte in ihrem Plädoyer jedenfalls nicht als organisierte Kriminalität, sondern als dreistes Bubenstück.“

[2] „Die Stadt Nagold liegt ihm am Herzen. Und so verwundert es auch nicht, dass Altstadtrat Paul Baitinger seine Abschiedsrede nicht nur dazu nutzte, den Weggefährten zu danken. Mit einem flammenden Plädoyer für eine bessere Sicht- und Wegebeziehung zur Ruine auf dem Schlossberg setzte er zum Abschluss noch mal ein Ausrufezeichen.“.

[2] „Gaucks Plädoyer für die Freiheit steht auf Platz eins der Bestsellerliste, aber er weiß, dass die Deutschen die Freiheit ähnlich achten wie einen alten Gebrauchtwagen.“

[2] „Seine Rede ist ein Plädoyer für Europa aus reinen Vernunftgründen.“

Deklination

1 Singular Plural
Nominativ das Plädoyer die Plädoyers
Genitiv des Plädoyers der Plädoyers
Dativ dem Plädoyer den Plädoyers
Akkusativ das Plädoyer die Plädoyers

Aussprache

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