Bedeutung
[1] Kennwort, Codewort (meist bei militärischen, polizeilichen, verbrecherischen oder anderweitig zu tarnenden, geheimzuhaltenden Handlungen)
[3] abwertend: zur Aufwiegelung, Hetze, Provokation, geeignete Falschmeldung, Gerücht
Beispiele
[1] „Halt! Parole?“ „Nullacht“ „Fünfzehn! Passieren!“
[1] „Noch war ich nicht lange durch den Sand marschiert, als ein Posten mich anrief und Parole forderte.“
[2] „Hier wird nicht gemeckert, hier gibt es Dampf, denn unsre Parole ist Klassenkampf!“ (Erich Weinert: „Der Rote Wedding“)
[2] „Die nächsten Parolen wollte er von dort ausgeben.“
[2] „Unsere Parolen verstummten.“
[2] „So lautet im Kampf ums Überleben die bittere Parole.“
[3] „Einfältigkeit oder Lust an der Provokation, auf Parolen brauner Wölfe im Schafspelz hereinzufallen?“ (Internet-Beleg)
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Parole | die Parolen |
| Genitiv | der Parole | der Parolen |
| Dativ | der Parole | den Parolen |
| Akkusativ | die Parole | die Parolen |
Bedeutung
[1] Linguistik: von Saussure eingeführter Begriff für die Sprachverwendung (im Gegensatz zum Sprachsystem)
Beispiele
[1] Man muss die Parole von den Regeln und Einheiten des Sprachsystems unterscheiden.
[1] „Unter dem Oberbegriff der Langage unterscheidet er dichtotomisch (…) zwischen Langue und Parole.“
[1] „Mit der Distributionsanalyse ermittelt man die syntagmatischen Beziehungen, d. h. die Verbindbarkeit (auf der Ebene der Langue) und die Verbindung (auf der Ebene der Parole) des zu untersuchenden Elements mit anderen Elementen in der Redekette.“
[1] „Diese Einwände mögen zum Teil auf die meines Erachtens unzulässige saussuresche Abwertung der Parole abheben, sicherlich eine der folgenschwersten frühen Weichenstellungen des letzten Jahrhunderts.“
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Parole | — |
| Genitiv | der Parole | — |
| Dativ | der Parole | — |
| Akkusativ | die Parole | — |
Aussprache
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