Bedeutung
[1] Gesichtszüge als situativer Wesens- beziehungsweise Gemütsausdruck
[a] bewusst hervorhebend
[b] (Plural) unbewusst einsetzend
Beispiele
[1a] Ihre Miene war voller Abscheu.
[1a] „Mit ihrer heiteren unschuldigen Miene, ihrer Schüchternheit und ihrer Treuherzigkeit war sie imstande, die gewiegtesten Griechen zu übertölpeln.“
[1b] In seinen Mienen malte sich Entsetzen.
[1b] „Sofort hellte sich seine Miene auf, und er grinste mich an.“
[1b] „Des Jünglings Miene verriet nun doch beträchtlichen Schrecken.“
[1b] „Dávilas Miene verriet Erstaunen, vielleicht sogar Verärgerung.“
[1b] „Lachmanns Miene veränderte sich.“
[2a] Die Demonstranten machten keine Miene sich zur Wehr zu setzen.
[2b] Er machte Miene als ginge es um ihn.
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Miene | die Mienen |
| Genitiv | der Miene | der Mienen |
| Dativ | der Miene | den Mienen |
| Akkusativ | die Miene | die Mienen |
Aussprache
Im Kontext
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