Bedeutung
[1] Psychologie: Verhaltensweise, deren meist unbewusstes Motiv der Ausgleich eines Mangels in einem anderen Bereich ist
[2] Psychologie, Individualpsychologie: psychischer Vorgang, der darauf abzielt, Minderwertigkeitsgefühle, die durch empfundene körperliche oder psychische Mängel hervorgerufen werden, durch besondere Leistungen auf einem anderen Gebiet auszugleichen (nach Alfred Adler)
[4] Schach: ein gewisser Vorteil für einen Spieler, den er erhält, weil er einen anderweitigen Nachteil in Kauf genommen hat
[5] Wirtschaft, Wertpapiergeschäft: Abwicklung von Käufen und Verkäufen desselben Wertpapiers durch eine Bank, außerhalb der Börse
[6] Technik: Maßnahme, um einen unerwünschten Einfluss durch einen gegenläufigen Einfluss unwirksam zu machen
Beispiele
[3] „Diesen Inselbegabungen geht in der Regel eine Schädigung der linken Gehirnhälfte voraus, die Extremleistung ist das Ergebnis einer Kompensation der rechten Gehirnhälfte.“
[1-3, 5, 6]
[4] Schwarz opferte in der Eröffnung einen Bauern, erhielt dafür aber einen starken Königsangriff und hatte damit mehr als ausreichende Kompensation.
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Kompensation | die Kompensationen |
| Genitiv | der Kompensation | der Kompensationen |
| Dativ | der Kompensation | den Kompensationen |
| Akkusativ | die Kompensation | die Kompensationen |
Aussprache
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