Bedeutung
[1a] Mittelalter: städtische politische und Rechtsgemeinschaft, die sich außerhalb der umgebenden feudalen Hörigkeitsverbände konstituiert
[1b] die unterste räumlich-administrative Gebietskörperschaft
[1c] Aufstandsregierungen in der Stadt Paris während zweier Revolutionen (die "commune insurrectionelle" von 1792; die Pariser Kommune von 1871)
[1d] verallgemeinert aus [1cii)], veraltet: die politische Bewegung des Kommunismus
[2] außerfamiliäre Wohn- oder Lebensgemeinschaft
Beispiele
[1a] In den Kommunen ging durch innerstädtische Revolutionen die Herrschaft oft vom Patriziat zu den Zünften über.
[1a] Die mittelalterlichen oberitalienischen Kommunen schlossen sich zur Verteidigung ihrer Selbständigkeit zu Städtebünden zusammen.
[1b] Gemeindetag und Städtetag sind keine Lobby der Kommunen, sondern Interessenvertreter ihrer Mitglieder im Rahmen des gegliederten Staatsaufbaues.
[1b] „Denn viele Kommunen in den USA sind auf diese Menschen als Arbeitskräfte angewiesen.“
[1ci)] Die Sektionen konstituierten sich zur insurrektionellen Kommune und stürmten die Tuilerien.
[1cii)] Die Pariser Kommune endete in einem Massaker.
[1d] Der Freisinn schwächelt und die Kommune erhebt ihr Haupt.
[2] Die Jugend liebt ihre Kommunen, das Alter sein Eigenheimglück.
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Kommune | die Kommunen |
| Genitiv | der Kommune | der Kommunen |
| Dativ | der Kommune | den Kommunen |
| Akkusativ | die Kommune | die Kommunen |
Aussprache
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