Bedeutung
[1] gehoben: lang anhaltender, aber stiller Zorn, versteckter Hass, verborgene Feindschaft
[2] veraltet: plötzlich aufwallender und hervorbrechender Zorn
Beispiele
[1] Ich hege keinen Groll gegen dich, ich bin einfach sehr beschäftigt.
[1] Peter hat einen tiefen Groll auf seine Exfrau.
[1] „Steinmeiers Worten hört man Groll selbst dann nicht an, wenn es Zoff gegeben hat.“
[1] „Sie waren viel zu verspielt, um sich von oben mit Feindseligkeit und Groll und Erbitterung indoktrinieren zu lassen.“
[1] „Da fühle ich einen kleinen Groll gegen Karnej in mir erwachen.“
[1] „Ein hübsches Sümmchen ist das, und ihre Freude darüber mildert ihren Groll auf Jürgen Loose.“
[2] In einem Anfall von Groll erwürgte Mechthild ihre Tante.
[2] „Der Leser muß mich verabscheuen, das ist mir klar; aber ich rate ihm, mit seinem Groll zu warten.“
Grammatikhinweis
Die Formen der schwachen Flexion (Singular 2) sind bis ins 17. Jahrhundert neben denen der starken verbreitet gewesen, heute jedoch völlig ungebräuchlich.
Deklination
| 1 | Singular 1 | Singular 2 | Plural |
|---|---|---|---|
| Nominativ | der Groll | der Groll | — |
| Genitiv | des Grolles des Grolls | des Grollen | — |
| Dativ | dem Groll | dem Grollen | — |
| Akkusativ | den Groll | den Grollen | — |
Aussprache
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