Bedeutung
[1] trennende, längliche, unter Umständen auch aufgefüllte Lücke, Spalt zwischen zwei Teilen, zum Beispiel Backsteinen oder Kacheln
[2] Linguistik: kurz für Kompositionsfuge, Zusammensetzungsfuge
[3] Musik: mehrstimmiges Musikstück, bei dem ein oder mehrere Themen hintereinander in allen Stimmen vorkommen
Beispiele
[1] Die Kakerlaken haben sich in der Fuge versteckt.
[2] In der Linguistik ist umstritten, ob die Fuge lediglich eine lautliche Erscheinung ist, die der Ausspracheerleichterung dient, oder ob sie eine Bedeutung trägt und damit als Morphem (bedeutungstragender Wortteil) zu betrachten ist.
[2] Zu Fällen wie „Aschbecher“, „Ascheimer“: „Hier wird wegen des fehlenden Buchstabens e von einer subtraktiven Fuge gesprochen.“ Eisenberg nennt diese Art von Fugen ganz ähnlich Subtraktionsfuge.
[3] „Der Kanon ist eng mit der sich durch freiere Imitation auszeichnenden Fuge verwandt und kann auch als Sonderfall der Fuge angesehen werden.“
[3] „Es war das, was man als Fuge bezeichnet – freilich hatte Petja keine Ahnung davon, was eine Fuge ist.“
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Fuge | die Fugen |
| Genitiv | der Fuge | der Fugen |
| Dativ | der Fuge | den Fugen |
| Akkusativ | die Fuge | die Fugen |
Aussprache
Im Kontext
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